Lebensversicherung Nabelschnurblut?

Liebende Eltern stellen sich oftmals vor der Entbindung die Frage, ob das Kind irgendwann im Leben einem eine Krankheit bekommt, die lebensbedrohlich ist.
Gibt es da nicht eine Art Lebensversicherung mit der Einlagerung von Nabelschnurblut? Diese und ähnliche Fragen werden häufig in den Geburtsvorbereitungskursen der Krankenhäuser gestellt.

Nabelschnurblut – was ist das eigentlich?

Mit der Nabelschnur ist das ungeborene Kind im Mutterleib mit der Plazenta und somit mit der Mutter selbst verbunden. Hierüber erhält es die lebenswichtige Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der Blutkreislauf der Mutter ermöglicht diese Art der Versorgung. Wird das Baby nun geborene, befindet sich das Nabelschnurblut mit den jungen Stammzellen noch in der Plazenta sowie in der Nabelschnur selbst. Die Stammzellen können schlimme Krankheiten wie zum Beispiel Leukämie heilen. Bis heute haben bereits weit über zehntausend Leukämiekranke von dem Stammzellen aus dem Nabelschnurblut profitiert.

Was macht die Stammzellen so besonders?

Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut haben besondere Eigenschaften. Sie teilen sich zum Beispiel wesentlich schneller als die Zellen eines erwachsenen Menschen. Werden sie bei einem fremden, nicht verwandten Menschen eingesetzt, so gelten sie als besonders verträglich. Die Abwehrzellen, welche sich in den Stammzellen befinden, sind nicht ausgereift. Somit können sie ohne größere Probleme auch bei fremden, nicht verwandten Menschen eingesetzt werden.

Wo wird das Nabelschnurblut aufbewahrt?

Es gibt drei Sorten von sogenannten Banken, die das Nabelschnurblut aufbewahren.
Zum einen gibt es die Privat-Bank. Hier wird das Nabelschnurblut eingefroren und nur für den Spender selbst oder nach Einwilligung für enge Verwandte benutzt. Eine weitere Verwendung ist ausgeschlossen. Die Kosten trägt der Spender (die Eltern) selbst. Dann gibt es die Privat-Bank mit der Option der Fremdspende. Hier steht das Nabelschnurblut in erster Linie wieder dem Kind selbst oder engen Verwandten zur Verfügung. Jedoch besteht hier auch die Möglichkeit einer Fremdspende. Die Kosten übernehmen zu gleichen Teilen die Bank und der Spender (Eltern). Dann gibt es noch die öffentlichen Banken. Hier wird das Nabelschnurblut eingelagert und steht ausschließlich fremden Personen zur Verfügung. Die Kosten trägt die Bank.